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Der Onkologische Schwerpunkt (OSP)
Brandenburg / Nordwest e. V. hat sich im September 1992 als gemeinnütziger
Verein mit Sitz an den Ruppiner Kliniken zunächst als Onkologischer
Arbeitskreis (OAK) Brandenburg / Nordwest e. V gegründet. Die Umbenennung in
OSP erfolgte 2001. 1. Wichtigste
Aufgabe des OSP ist der Aufbau und die Führung eines klinischen
Krebsregisters für die gesamte Versorgungsregion. Dies ist nur möglich
durch eine enge Kooperation mit den Krankenhäusern, den onkologischen
Schwerpunktpraxen und allen in die Nachsorge einbezogenen Ärzten. Der OSP ist
der Träger der Nachsorgeleitstelle (Sitz: Ruppiner Kliniken GmbH), durch die
die Dokumentation in das Krebsregister realisiert wird. Im Land Brandenburg gilt für die Aufnahme in das Register
der Wohnortbezug der Patienten. Das heißt, Patienten mit Wohnsitz in
Brandenburg werden in das Register aufgenommen, auch wenn sie außerhalb des
Landes behandelt werden. In Brandenburg gibt es somit ein flächendeckendes
klinisches Krebsregister. Eingehende Meldungen von Patienten mit Wohnsitz
außerhalb des Einzugsgebietes werden an die zuständigen Register
weitergeleitet. Im Land Brandenburg besteht eine einheitliche
Tumordokumentation, die Dokumentation erfolgt in allen Schwerpunkten mit der
gleichen Software. Monatlich werden die Daten aus allen 5 Teilregistern zusammengeführt,
so dass für Auswertungen des Krebsregisters auf landesweite Daten
zurückgegriffen werden kann. Derzeit ist die Umstellung der Dokumentation in
eine gemeinsame Datenbank auf einem zentralen Server in Arbeit. 2. Ein gesetzlich geregelter Datensatz aus den dokumentierten Daten des klinischen Krebsregisters wird regelmäßig als elektronischer Datensatz an das epidemiologische gemeinsame Krebsregister der neuen Bundesländer in Berlin (GKR) übermittelt. Somit entfällt für die Ärzte eine Doppeldokumentation an klinisches und epidemiologisches Register. Der Weg der Dokumentation für das epidemiologische Register über das klinische Register ist auch laut GKR der bevorzugte Weg und der gesetzlichen Meldepflicht wird hiermit Genüge getan.
3. Organisatorische
Unterstützung der onkologischen Nachsorge: Vom Tumorzentrum Land
Brandenburg wurden "Empfehlungen zur Nachsorge von Patienten mit
onkologischen Erkrankungen" herausgegeben, diesen liegen, soweit
vorhanden, die Nachsorgeempfehlungen gemäß Leitlinien der DKG zu Grunde. Nach
diesen Empfehlungen wird dem nachsorgenden Arzt von der Nachsorgeleitstelle
zeitgerecht ein Nachsorgedokumentationsbogen zugeschickt, in dem die zu
diesem Zeitpunkt vorgesehenen Untersuchungen enthalten sind. Das gemeinsame
Ziel ist eine wohnortnahe, komplexe onkologische Nachsorge zur Verbesserung der
Gesamtsituation der Krebspatienten. 7. Aus den Krebsregisterdaten werden durch die Nachsorgeleitstelle regelmäßig Auswertungen erstellt. Einmal jährlich erfolgen landesweite Auswertungen, an denen alle Schwerpunkte des Tumorzentrums Land Brandenburg beteiligt sind. Die Auswertungen werden in einem umfangreichen Qualitätsbericht Onkologie zusammengestellt, der allen Mitgliedern in gedruckter Form zugestellt wird. Außerdem ist er hier auf der Homepage des OSP Brandenburg/Nordwest und auf der des TZBB veröffentlicht.
Im OSP mitarbeitende Krankenhäuser der Region:
Zurzeit nehmen circa 220 niedergelassene Ärzte und 115
Klinikärzte des Einzugsgebietes an der Tumordokumentation teil. Dazu kommen
Meldungen von circa 400 Ärzten außerhalb des Einzugsgebietes. |