Kommunikationspreis 2014

Berlin, 14.11.2014
Der Darmkrebs-Kommunikationspreis 2014 wurde heute im Rahmen der politischen Diskussionsveranstaltung „Brennpunkt Onkologie“ an das Projekt „Brandenburg gegen Darmkrebs“ verliehen. Der Preis geht auf eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung zurück und wird für Projekte vergeben, die sich in besonderem Maße um eine nachhaltige Aufklärung zum Thema Darmkrebs verdient gemacht haben.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Wird er in einem frühen Stadium entdeckt, stehen die Chancen auf Heilung gut. Darmerkrankungen sind jedoch häufig schambesetzt und die Hemmschwelle für den Arztbesuch hoch. Es ist daher wichtig, möglichst viele Menschen ausgewogen über die Möglichkeiten zur Darmkrebsvorsorge und Früherkennung zu informieren und das Thema zu enttabuisieren.

Um dieses Ziel zu erreichen, führt die Initiative ‚Brandenburg gegen Darmkrebs‘ seit 2003 vielbeachtete Werbe- und PR-Kampagnen durch – auch mit unkonventionellen Mitteln: Arztvisiten im Baumarkt, Aufklärung über den Gartenzaun, Aktionen, die sich an Fußballfans oder Landfrauen wenden, sowie Kooperationen mit der Industrie- und Handelskammer und den Kommunen.
 
„Wer nicht zum Arzt zur Vorsorge geht, auf den gehen wir zu“, erklärt Prof. Dr. Dieter Nürnberg, einer der beiden Sprecher der Initiative. Um das Thema Vorsorge zu diskutieren und die Aktionen zu koordinieren, treffen sich die Experten der zertifizierten Darmkrebszentren des Landes Brandenburg einmal jährlich. „Im nächsten Schritt sind gemeinsame Sitzungen mit niedergelassenen Endoskopie-Experten und Hausärzten geplant; auf diese Weise wollen wir eine möglichst lückenlose Betreuung in der Vorsorge erreichen“, sagt Prof. Dr. Wilfried Pommerien, ebenfalls Sprecher der Initiative. Unter den Flächenstaaten in Deutschland ist Brandenburg mittlerweile führend bei der Anzahl der durchgeführten Vorsorgekoloskopien. Diesen Erfolg führen die beiden Sprecher auf die kontinuierliche Durchführung von Aufklärungskampagnen zurück.
 
„Die Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs“ ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie man die Menschen mit kreativen und nachhaltigen Ansätzen zur Vorsorge bewegen kann“, sagt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. „Wir freuen uns sehr über das große Engagement bei allen, die sich in diesem Jahr um den Darmkrebskommunikationspreis beworben haben. Dieses Engagement wollen wir mit der Vergabe des Preises fördern“, ergänzt Prof. Jürgen F. Riemann, Vorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Verleihung des Darmkrebs-Kommunikationspreises 2014

Foto: Marcus Brock - brock-photography.eu

Verleihung des Darmkrebs-Kommunikationspreises 2014 am 13.11.2014 in der Kalkscheune Berlin, im Rahmen der gesundheitspolitischen Veranstaltung Brennpunkt Onkologie. Der Preis 2014 ging an „Brandenburg gegen Darmkrebs“.

Stifter sind die Deutsche Krebsgesellschaft, die Deutsche Krebsstiftung und die Stiftung LebensBlicke. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
 
Auf dem Bild (v.l.):  

  • Prof. Dr. Jürgen F. Riemann (Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke)
  • Stephan Michelis (Ruppiner Kliniken, Koordinator bei der Initiative „Brandenburg gegen Darmkrebs")
  • Prof. Dr. Dieter Nürnberg (Ruppiner Kliniken, Sprecher „Brandenburg gegen Darmkrebs“)
  • Cornelia Schaap (Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Kooperationspartner)
  • Uta Kilian-Zech (LAGO Brandenburg e.V, vertritt den Projektträger)
  • Prof. Dr. Wilfried Pommerien (Städt. Klinik Brasndenburg, Sprecher „Brandenburg gegen Darmkrebs“)
  • Günter Vierkötter (Deutsche ILCO e.V., Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.)
  • Dr. Johannes Bruns (Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft)

 

Darmkrebsvorsorge im Fokus

Darmkrebs ist eine stark verbreitete Krankheit. Jährlich sterben in Brandenburg schätzungsweise 680 Menschen an Darmkrebs. Das sind etwa viermal so viele Todesopfer wie der Straßenverkehr fordert. Weil in unserer Gesellschaft das Thema Darm mit Tabus und falscher Scham belegt ist, gehen viele Menschen oft erst bei Symptomen zum Arzt. Dann, wenn starke Schmerzen, Blut im Stuhl und Durchfall häufiger auftreten.

Darmkrebs ist kein Schicksal

Sie haben es in der Hand, ihr Darmkrebsrisiko entscheidend zu senken. Nutzen Sie die Chancen der Früherkennung. Gehen Sie zur Vorsorge. Darmkrebs ist heilbar, aber nur, wenn er rechtzeitig entdeckt wird. Ihr Auto bringen Sie doch auch regelmäßig zum TÜV, oder?

Vorsorge ist das beste Rezept

Wenig Zeit, Alltagshektik, Angst vorm Arzt: Wir wissen, niemand geht gern zum Doktor. Springen Sie trotzdem über Ihren Schatten. Eine Vorsorgeuntersuchung geht schnell und schafft Klarheit für zehn Jahre.

Das können Sie tun

Bewahren Sie ruhig Blut: Okkult-Bluttests können verborgenes Blut im Stuhl entlarven. Tests gibt’s beim Hausarzt oder beim Apotheker.
20 Minuten für 10 Jahre Sicherheit: Sie dauert gerade mal 20 Minuten und ist die sicherste Methode der Früherkennung – die Darmspiegelung. Mit ihr lassen sich Vorstufen von Krebs aufspüren und bereits während der Untersuchung schmerzlos sowie restlos entfernen.

Wie viel Darmkrebs steckt in Ihnen?

Testen Sie online Ihr Darmkrebsrisiko. Mehr Informationen für Ihre Krebsvorsorge unter:

www.brandenburg-gegen-darmkrebs.de

Erstes Informationsmaterial können Sie sich hier downloaden: