Projektunterstützung „Ferti-PROTECT“

Krebserkrankungen betreffen nicht nur Patienten im höheren Lebensalter, sondern auch junge Patientinnen und Patienten. Die Therapie bösartiger Erkrankungen ist meistenteils multimodal und besteht bei den Patienten nicht nur aus operativen Maßnahmen, sondern häufig auch aus einer Strahlentherapie und/oder Chemotherapie. Diese Therapien können bei betroffenen jungen Frauen und Männern zu einer Verminderung der Fertilität führen.

Im Falle des vorhandenen Kinderwunsches ist es bei diesen Patientinnen sinnvoll, Eierstockgewebe oder bei Männern Spermien einzufrieren (kryokonservieren), um später die Möglichkeit zu haben, Kinder zeugen zu können. Diese Maßnahmen sind jedoch einerseits mit hohen Kosten und Aufwendungen verbunden. Insbesondere bei den Frau ist es notwendig, operativ Eierstockgewebe zu entnehmen und nach Abschluss der Krebstherapie wieder zurück zu implantieren. Bei Frauen und Männern entstehen Kosten für die Kryokonservierung. Die Krankenkassen tragen diese Kosten nicht, d. h. die Patientinnen und Patienten haben selbst diese Kosten zu tragen.

Dem Onkologischen Schwerpunkt Brandenburg-Nordwest e.V. (OSP) ist es ein wichtiges Anliegen, solche jungen onkologischen Patienten finanziell zu unterstützen. Dafür wurde das Projekt Ferti-PROTECT ins Leben gerufen. Aus den dem OSP zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln hat der Vorstand beschlossen, solch jungen onkologischen Patientinnen und Patienten einen Gesamtbetrag von 10.000 Euro im Jahr zur Verfügung zu stellen. Mit diesen Kosten kann sowohl die Kryokonservierung, d. h. das Einfrieren von Eierstockgewebe oder Sperma für 3 Jahre finanziert werden, als auch insbesondere bei den Frauen die operative Entnahme und Reimplantation von Eierstockgewebe.

Die Betroffenen können sich zur Erlangung dieser finanziellen Unterstützung direkt an den Onkologischen Schwerpunkt Brandenburg-Nordwest e.V. wenden. Der OSP setzt jedoch voraus, dass diese Patientinnen und Patienten auch einen finanziellen Eigenanteil in Höhe von 500 Euro beitragen und die Behandlung ihrer Krebserkrankung in Behandlungseinrichtungen innerhalb des Einzugsbereiches des OSP e.V. (Landkreise OPR, PR und OHV) erfolgt.

Kontakt

Onkologischer Schwerpunkt Brandenburg/Nordwest e. V.
Fehrbelliner Straße 38
16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39-4310
Telefax: (03391) 39-4309
E-Mail: strahlentherapie@hospa-neuruppin.de